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Fragen & Antworten

Nachfolgend haben wir aus der täglichen Vertriebspraxis die Fragen gesammelt und aufbereitet, die uns unsere Kunden stellen und die auch Sie interessieren könnten. Fragen zu STÖHR-Standardprodukten, möglichen Optionen bei der Ventilkonfiguration, zu QS-Prüfungen oder einfach weitere interessante Themen zur Ventil- und Vakuumtechnik.


Zu Ihrer Frage

Haben Sie eine Frage, auf die Sie hier keine Antwort finden – dann richten Sie diese am besten an unseren Technischen Vertrieb:

sales@stoehr-valves.de

Wir prüfen diese und geben Ihnen gerne persönlich eine Antwort.

Anzahl der gefundenen Fragen:  

Regelventil (CV)

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  • Wie funktioniert ein Regelventil?

    Ein Regelventil oder auch Stellventil dient als Stellglied in einem Regelkreis. Als Drosselgerät kann damit die gewünschte Durchflussmenge in einer Rohrleitung eingestellt werden. Regelventile von STÖHR ARMATUREN regeln den Durchfluss in einer verfahrenstechnischen Anlage. Hierzu ist der Ventilschaft (Spindel) mit dem Ventilkegel verbunden. Dieser verschließt den Ventilsitzring durch Aufliegen gegen den Mediendruck. Fährt die Spindel nach oben, dann wird der Durchfluss geöffnet und je nach Profil des Regelkegels größer, wodurch die Durchflussmenge steigt. 

  • Was passiert physikalisch während des Regelvorgangs?

    Beim Schließen wird der Durchflussquerschnitt verengt. Dadurch sinkt der Druck des Mediums, und dessen Flussgeschwindigkeit erhöht sich. Nach der Querschnittsverengung kehrt die Geschwindigkeit des Mediums annähernd auf den alten Wert zurück, wenn der Rohrleitungsdurchmesser vor und nach der Engstelle gleich ist. Es bleibt jedoch ein Druckverlust („Δ P“), der für das eingesetzte Ventil typisch ist und als Kennwert angegeben werden kann. Die geometrische Form des Kegels bestimmt die Durchflusskennlinie. Diese kann linear, gleichprozentig oder nach Kundenwunsch ausgeführt werden.

  • Wie wird eine präzise Regelung erreicht?

    Ein Regelventil wird typischerweise durch einen automatisierten Antrieb gesteuert, jedoch werden vereinzelt auch manuell mittels Handrad betriebene Regelventile eingesetzt, jedoch mit geringerer Genauigkeit. Den Großteil der eingesetzten Antriebe bilden pneumatische Antriebe, jedoch können auch elektrische oder auch Magnetantriebe eingesetzt werden. Neben dem Antrieb ist ein Regelventil mit einem Stellungsregler (IP-Regler) ausgestattet. Optional können Endlagenschalter zusätzlich zur Stellungsrückmeldung eingesetzt werden. 

Rückschlagventil (CHK)

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  • Wie funktioniert ein Rückschlagventil?

    Ein Rückschlagventil, oft auch als Rückschlagklappe bezeichnet, ist ein Ventil, das die Durchströmung des Mediums in lediglich eine Richtung, der „Durchflussrichtung“ zulässt und andernfalls gegen den rückfließenden Medienstrom verschließt. Das Medium ist im gasförmigen oder flüssigen Zustand. 

  • Wie erfolgt beim Rückschlagventil der Schließvorgang?

    In federbelasteten Rückschlagventilen befindet sich ein Absperrelement in Form einer Platte, einer Kugel oder eines Kegels als Schließelement, der das Ventil öffnet, wenn der Druck des Medienstroms in die vorgesehene Fließrichtung einsetzt, und dessen Druck größer ist als die Schließkraft einer Feder. Diese Feder schließt das Absperrelement, wenn der Mediendruck unter den Schließdruck der Feder fällt bzw. wenn das Medium in die entgegengesetzte Richtung fließt.

    Bei einem federlosen Rückschlagventil, wie z.B. dem Magros Serie 1500, wird der Ventilkegel geöffnet, wenn der Druck des Medienstroms größer ist als die Anziehungskräfte des sich im Gehäuse befindlichen Magneten. Mit zunehmendem Öffnungsgrad wird immer weniger Kraft benötigt, um den Kegel weiter zu öffnen. Somit ist der Energieverlust bei vollständig geöffnetem Ventilkegel vergleichsweise geringer als bei einem federbelasteten Rückschlagventil. Der Magnet unterliegt keiner Materialermüdung oder Abnutzung, anders eine Feder. Somit können magnetbelastete Rückschlagventile als wartungsfrei bezeichnet werden.

  • Wie funktioniert ein axiales Überström-Rückschlagventil?

    Ein Überströmventil ist ein axial ausgerichtetes Ventil, bei dem das Medium entlang der Baurichtung strömt. Der Mediendruck verhindert das Verschließen des Ventils durch eine Kugel, die gegen eine Feder gedrückt wird. Sobald der Mediendruck die Federkraft unterschreitet schließt das Ventil. Im geöffneten Zustand, bei dem die Federspannung kleiner als der Mediendruck ist, strömt das Medium an der Kugel am Ventilsitz vorbei („Überströmung“).

Absperrventil (GV)

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  • Wie funktioniert ein Absperrventil?

    Ein Absperrventil, oft auch Auf/Zu-Ventil oder Sperrventil genannt, ist eine Armatur zum kontrollierten Öffnen oder Schließen von Durchström-Öffnungen oder Rohrleitungen. Es regelt den Durchfluss von Fluiden in Flüssigkeits- und Gasinstallationen. Absperrventile werden entweder manuell durch ein Handrad oder durch einen Motor oder durch einen externen Antrieb (pneumatisch, elektrisch, magnetisch) betrieben. Während man bei Kugelventilen („Kugelhahn“) mit einer Handbewegung absperrt, wird bei Hubventilen der Durchfluss durch axiale Drehung der Spindel kontinuierlich gedrosselt, während sich die Querschnittsfläche der Ventilöffnung allmählich reduziert bis der Absperrkegel auf dem Ventilsitz plan aufliegt und den Medienstrom unterbricht.

  • Kann man mit einem Absperrventil auch regeln?

    Mit dem Absperrventil soll entweder bei vollständiger Ventilöffnung ein Durchfluss, oder bei vollständigem Schließen, eine vollständige Absperrung des Medienstroms erreicht werden. Die Absperrung erfolgt durch einen Absperrkegel, der plan auf dem Ventilsitz aufliegt und gegen den Medienstrom angepresst wird. Eine kontrollierte Regelung ist mit einem Absperrventil nicht möglich.

Filter (STR)

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  • Wie funktioniert ein Filter für Gase?

    In der Fluidtechnik hält ein Filter oder auch Strainer, genauso wie ein Sieb, Feststoffe aus einem Gas- oder Flüssigkeitsstrom zurück. Die feststofffreie Phase wird bei der Filtration von Flüssigkeiten als Filtrat und in der Gasfiltration meist als Reingas bezeichnet. Die Filtration findet jedoch insbesondere in der Gasphase infolge des Aufbaus des Filters in dessen Innerem statt, indem das Gas durch den Ventilsitz in das Innere der sogenannten Filterkerze strömt und von dort durch die Filtermaschen gedrückt wird.

  • Was passiert beim Filtrationsvorgang physikalisch?

    Die treibende Kraft einer Filtration ist eine Druckdifferenz des Transportmediums vor und nach dem Filter. Das Medium wird i.d.R. mit Überdruck durch den Filter gepresst. Es bleibt jedoch, wie bei Ventilen, ein Druckverlust („ΔP“), der für den eingesetzten Filter kennzeichnend ist und als Kennwert angegeben werden kann. Je kleiner die Maschenweite des Filters ist, desto höher ist der hieraus resultierende Druckverlust. Konstruktiv kann dies ggf. durch Vergrößerung des Filtergehäuses und des Filtereinsatzes (auch Filterpatrone oder Filterkerze genannt) kompensiert werden. 

  • Welche Maschenweite werden bei Filtern von STÖHR ARMATUREN angeboten?

    Filter für Gase bestehen aus einem durchlässigen Filtergewebematerial aus Edelstahldraht unterschiedlicher Qualitäten, das jeweils oben und unten an einen Stahlringe angeschweißt ist. Das Gewebe kann unterschiedlich große Durchlässe haben, deren Abstand typischerweise zwischen 3μ und 100μ beträgt und oft als Maschenweite bezeichnet wird. Die Standardmaschenweite bei Filtern von STÖHR ARMATUREN beträgt 40μ, abweichende Maschenweiten sind auf Anfrage erhältlich. 

  • Kann ein verschmutzter Filter gereinigt werden?

    Bei Verschmutzung des Filtereinsatzes kann dieser problemlos ausgebaut, mit destilliertem Wasser oder Stickstoff gereinigt und wieder eingebaut werden. Hierzu muss das Gehäuse drucklos gemacht werden, die Schrauben auf dem Deckel gelöst und die Filterkerze herausgenommen werden. Je nach Konstruktion kann die Filterpatrone in ein im Sitz angebrachtes Gewinde eingeschraubt oder ohne Gewinde auch nur eingesteckt sein. Details können Sie der Betriebs- und Wartungsanleitung entnehmen.

Spülventile

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  • Wozu werden Spülventile in eine Rohrleitung eingebaut?

    Spülventile dienen dazu, Armatur und Rohrleitung durch Spülung zu reinigen, indem sie mit Gas (zumeist Stickstoff) durchströmt werden. Hierzu wird das Gas durch ein Spülventil in die Rohrleitung eingebracht und durch ein anderes wieder ausgelassen. Die Spülung kann aus unterschiedlichen Gründen erfolgen:

    • Nach dem Aufbau der Anlage zur Reinigung von Schweißrückständen
    • Um Luftfeuchtigkeit zu entfernen
    • Vor dem Wechsel des Mediums in der Rohrleitung
  • Wo werden Spülventile angebracht?

    Die Positionierung Spülung innerhalb der Anlage wird durch den Konstrukteur ausgelegt. Bei Anbringung am Hauptventil kann die Positionierung in Durchflussrichtung vor dem Eingang rechts oder links sowie entsprechend auch am Ausgang rechts oder links erfolgen. Anstelle des verschweißten Anbaus von Spülventilen kann auch zunächst nur ein Spülanschluss angeschweißt werden, an dem später ein Spülventil mit geeignetem Anschluss angebracht wird. Durch den Anbau von Spülventilen oder Spülanschlüssen kann sich die Baulänge des Hauptventils gegenüber dem Katalogstandard ändern.

  • Welche Spülventile werden bei STÖHR ARMATUREN verwendet?

    STÖHR ARMATUREN stellt Spülventile nicht selbst her, sondern bezieht diese von am Markt bekannten Herstellern von hoher Qualität. Die in Standardausführung verbauten Produkte werden im Angebot detailliert ausgewiesen.

    Sollten Sie aufgrund von werksspezifischen Normen andere Hersteller oder Typen bevorzugen, lassen Sie uns dies bitte in ihrer Anfrage wissen, um eine alternative Ausrüstung zu prüfen.

Anschlüsse

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  • Mit welchen Anschlüssen sind STÖHR Ventile standardmäßig ausgestattet?

    Die Standardform der Anschlüsse sind Anschweißenden gemäß DIN, EN, ISO, ASME oder anderen Normen.Die Dimensionierung der vorgesehenen Anschlüsse ist für jede Nennweite spezifisch. Diese sind in den technischen Angaben der Katalogseiten des Ventils ersichtlich.

  • Sind auch von den Standardmaßen abweichende Anschlüsse der Anschweißenden möglich?

    Auf Kundenwunsch sind auch Anschweißenden nach anderen Normen als DIN lieferbar. Geben Sie hierzu das gewünschte Anschlussmaß in Ihrer Angebotsanfrage exakt in mm an. Weiterhin können auch andere Verbindungsformen, wie z.B. Flansch-, Schraub- Klemmringverbindungen werksseitig für das Ventil geliefert werden, sofern diese frei beschaffbar sind; andernfalls können diese ggf. auch kundenseitig beigestellt werden, so dass lediglich die Kosten für das Anschweißen an das Ventil anfallen.

Einschweißflansch

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  • Mit welchen Durchmessern der Einschweißflansche sind Ventile von STÖHR ARMATUREN standardmäßig ausgestattet?

    Die Durchmesser der Einschweißflansche sind für die Ventilserien unterschiedlich
    Die Standardwerte der Einschweißflansche können Sie der Tabelle entnehmen.
    Auf Kundenwunsch sind auch andere Durchmesser gegen Aufpreis lieferbar.
    Geben Sie hierzu das gewünschte Maß in Ihrer Angebotsanfrage exakt an.

    Alle Abmessungen in Millimeter
    DN (mm) Sticks 900 Univers 1200 Univers 1600 Vers. 1 Univers 1600 Vers. 2
    4, 6 , 8
    10 109 60 84
    15 72,1 109 60 84
    20 109 80 134
    25 72,1 109 80 134
    32 135 80 134
    40 135 120 164
    50 163 149 120 164
    65 212 150 200
    80 212 190 260
    100 266 230 315
    125 275 315

    Einschweißflansch Standarddurchmesser in Millimeter

Faltenbalg

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  • Wodurch zeichnet sich der Faltenbalgantrieb aus?

    STÖHR ARMATUREN hat speziell für Anwendungen mit Strahlung einen Faltenbalg-angetriebenen pneumatischen Antrieb entwickelt.
    Mit dieser Entwicklung werde Schäden an Kunststoffteilen vermieden und ein wartungsfreier Betrieb ohne Gasemissionen nach außen gewährleistet.

    Hervorzuhebende Eigenschaften:

    • strahlungsresistent
    • wartungsfrei
    • emissionsfrei bzgl. Ausgasungen
  • Was ist ein Faltenbalg?

    Als Faltenbalg bezeichnet man ein elastisches, „ziehharmonikaartig“ zusammengefaltetes metallisches Rohr. Dies wird aus einem (oder mehreren ineinander gesteckten) sehr dünnen Rohr(en) durch kontrolliertes Stauchen hergestellt, wodurch es gerundete Wellen erhält. Im Druckbehälter- und Rohrleitungsbau werden metallische Faltenbälge als thermisches oder konstruktives Kompensationselement eingesetzt. Im Ventilbau macht man es sich zudem zunutze, dass die metallischen Enden verschweißt werden können und somit eine hochwertige Abdichtung der Ventilspindel nach außen ermöglichen. Die hierdurch erreichte Leckage liegt bei STÖHR-Ventilen bei 1x10E-8.

  • Wie erfolgt die Abdichtung des Ventils nach außen?

    Zur Abdichtung der beweglichen Spindel nach außen können mehrere Dichtprinzipien eingesetzt werden. STÖHR verwendet bei den meisten Ventilserien zur Abdichtung nach außen einen metallischen Faltenbalg als sog. erste Spindelabdichtung. Um im Falle eines Balgbruchs eine weitere Abdichtung nach außen vorzusehen werden Metall- oder O-Ringe als sogenannte zweite Spindelabdichtung eingesetzt.

Thermische Verlängerung

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  • Warum haben Kaltventile eine Verlängerung des Ventilschafts?

    Die Verlängerung des Ventilschafts ist notwendig, um den Antrieb gegen Einfrieren und äußerliches Vereisen zu schützen, das durch die Kälte des liquiden Gases auftritt: beim Anfahren eines kryogenen Medienstroms bildet sich durch den Wärmeeintrag der noch nicht abgekühlten Rohrleitung wie auch der Armatur kurzzeitig eine Gaswolke vor dem liquiden Medienstrom, die den Ventilschaft hoch steigt. Wenn das flüssige Gas später nachfolgt, bleibt dieses Gaspolster in der Regel erhalten und verhindert, dass das flüssige Gas den Ventilschaft vollständig hoch steigt und durch die induzierte Abkühlung die Beweglichkeit des Antriebs durch Einfrieren behindert, d.h. ein Schließen des Ventils wäre dann nicht mehr möglich. Voraussetzung ist, dass das Kryoventil gemäß Vorgabe installiert ist, d.h. in aufrechter Position, Antrieb nach oben zeigend, mit maximal 30° seitlicher Neigung. Bei höherer Neigung (d.h. Neigung größer als 30° zur Vertikalachse) muss ein längerer Ventilschaft („A-Maß“) gewählt werden, um das Einfrieren zu verhindern.

  • Warum müssen die Vorgaben zur Einbaulage zwingend beachtet werden?

    Kryoventile müssen gemäß Vorgabe installiert sein, d.h. in der Regel in aufrechter Position, Antrieb nach oben zeigend, mit maximal 30° seitlicher Neigung. Bei wesentlich größerer Neigung, im Extremfall bei waagerechter Einbaulage (Neigung von rd. 90° zur Vertikalachse) oder einem Einbau „über-Kopf“ (d.h. Neigung von 180° zur Vertikalachse), würde das Gaspolster über die Medienleitung entweichen. Sollten diese Einbauposition dennoch aus Sicht der Anlagenplanung nötig sein (z.B. aus Platzrestriktionen oder für den Zugang zur Bedienung), muss  unsere Ventilvariante „TD“ bei Serie 900 oder 1200 („FREES“) gewählt werden, die dies dennoch zulässt und ermöglicht.

  • Was bedeutet das „A-Maß“ eines Ventils?

    Das A-Maß ist eine Festlegung für die Messung der Länge der Verlängerung des Ventilschafts bei Kryo-Ventilen. Es wird gemessen von der Mitte der Rohrleitung als Entfernung zum unteren Rand des Einschweißflansches. Das A-Maß hat typischerweise marktübliche Abmessungen. Das A-Maß darf in der Regel nicht deutlich unterschritten werden, um ein Einfrieren des Antriebs zu verhindern. Ein über das A-Maß hinaus gehender, längerer Ventilschaft kann z.B. aus Gründen der Anlagenauslegung oder aus Platzgründen nötig sein; dies ist grundsätzlich technisch möglich, unterliegt aber fertigungstechnischen Begrenzungen bzgl. der maximalen Länge.

  • Warum ist der Ventilschaft unterschiedlicher Ventile unterschiedlich lang?

    Die Länge des Ventilschaftes ist so gewählt, dass bei fachgerechter Einbauposition ein Einfrieren des Antriebs nicht möglich ist. Die Verlängerung ist auf Basis des voraussichtlichen Wärmeeintrags berechnet. Bei unterschiedlichen Nennweiten und unterschiedlichen Gehäuseformen ergeben sich somit unterschiedliche Verlängerungen des Ventilschafts.

  • Was ist bei der Spezifikation eines Regelkegels zu beachten?

    Die geometrische Form des Regelkegels bestimmt die Durchflusskennlinie des Ventils. Diese ist bei Regelventilen von STÖHR ARMATUREN im Standard gleichprozentig, kann aber auch linear oder kundenspezifisch ausgelegt werden. Dies geschieht durch Anbringen eines Ventilkegels mit einem geeigneten Profil. Neben der Durchflusskennlinie bestimmt auch das Durchflussverhältnis die Regelcharakteristik des Ventils. Das sogenannte Stellverhältnis beschreibt das Verhältnis zwischen minimal und maximal erreichbarem Durchfluss. Das Stellverhältnis beträgt bei einfacher Regelung 1:30, bei genauerer Regelung 1:50 bis zu 1:100. Beispiel: Beim Verhältnis 1:100 sind 100 Stufen zwischen geschlossenem Zustand und voller Öffnung des Ventilkegels zur Einstellung möglich. Je größer der Hub des Ventiles ist (= Abstand zwischen Ventilsitz und vollständiger Öffnung in mm), desto genauer kann der Medienfluss geregelt werden.

Vakuumisolierung

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  • Sind STÖHR Ventile zum Einbau in vakuumisolierte Leitungen geeignet?

    Der Einbau eines Kryo-Ventils in eine vakuumisolierte Leitung ermöglicht eine Reduzierung des Wärmeeintrags aus der unmittelbaren Umgebung in das Ventil. Die Vakuumisolierung wird in der Regel mit einer Isolierung durch Umwicklung mit einer mehrlagigen Isolationsfolie (Multi-Layer Isolation) gegen Wärmestrahlung kombiniert. Die Vakuumisolierung wird am Einschweißflansch mit dem Ventil verbunden. Die meisten Serien an STÖHR Kryo-Ventilen sind zum Einbau in vakuumisolierte Leitungen geeignet und als solche gekennzeichnet. Neben dem Einschweißflansch sind sie konstruktiv gegen Leckage des Ventils nach außen abgedichtet, um ein Brechen des Vakuums zu vermeiden. Bitte prüfen Sie individuelle Eignung der von Ihnen ausgewählten Ventilserie über den Produktkonfigurator. 

  • Liefert STÖHR ARMATUREN auch vakuumisolierte Ventile ab Werk?

    Zum schnellen Einsatz können die zum Einbau in vakuumisolierte Rohrleitungssysteme vorgesehenen Kryoventile von STÖHR ARMATUREN optional mit Einhausung zur Vakuumisolierung ab Werk geliefert werden. Zur Einhausung wird der Ventilkörper im Multi-Layer-Verfahren für die Superisolation bei höchster Reinheit umwickelt. Damit wird eine hohe thermische Qualität erreicht. Die Einhausung aus Edelstahl wird anschließend am serienmäßig vorinstallierten Einschweißflansch angeschweißt. Die so ummantelten Kaltventile können beim Kunden direkt in starre oder flexible Transferleitungen ohne weitere Bearbeitung eingebaut werden. Hierzu werden die Ventile samt Gehäuse entweder mit offenem Rohranschluss zum Einschweißen in die Rohrleitung oder mit einer Kupplung ab Werk konfiguriert. Bitte spezifizieren Sie den Bedarf mit Maßangaben bei Angebotsanfrage.

Anbauteile

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  • Welche Anbauteile sind an einem pneumatischen Ventil angebracht?

    An ein pneumatisches Absperrventil sind typischerweise ein pneumatischer Antrieb sowie ein Vorsteuerventil angebaut. An einem pneumatischen Regelventil sind neben dem pneumatischen Antrieb ein Stellungsregler mit integriertem Pilotventil angebaut.

  • Welche Funktion hat ein Pilotventil?

    Ein Pilotventil, oft auch Vorsteuerventil genannt, ist ein elektro-magnetisches Absperrventil, das den Ein- und Auslass des Betriebsmediums zum und vom pneumatischen Antrieb regelt. Dadurch wird das Luftvolumen in der Kammer des pneumatischen Antriebs (Kolben- oder Membranantrieb) vergrößert oder verkleinert, was in der Folge indirekt eine vertikale Bewegung der Ventilspindel gegen einen Federwiederstand auslöst. Ein Pilotventil wird üblicherweise durch einen Halter am Ventil in der Nähe des Antriebs montiert. Als Betriebsmedium wird zumeist Druckluft verwendet, es kann jedoch auch Stickstoff- oder ggf. Eigen-Gas (aus der Medienleitung) in Frage kommen. Das Pilotventil wird durch ein elektrisches Signal angesteuert, das ein eingebautes Magnetventil zur Steuerung intern öffnet oder schließt und somit den Luftstrom regelt. Die Standard-Druckversorgung des Pilotventils an den verbauten Antrieb erfolgt typischerweise gemäß Industriestandard mit 6 bar, deshalb sollte das Vorsteuerventil mit dem gleichen Betriebsdruck versorgt werden. 

  • Kann das Pilotventil mit mehr als 6 bar Betriebsdruck versorgt werden?

    Bei höherer Druckversorgung kann ein Druckminderer dem Pilotventil vorgeschaltet werden. Sollte der Antrieb einen deutlich höheren Betriebsdruck (z.B. 40 bar) erfordern, muss auch das Vorsteuerventil auf diesen Betriebsdruck ausgelegt sein. Die für den Betrieb vorhandenen elektrischen Standards sind bei Anfrage mit zu spezifizieren.

  • Was ist beim Einsatz von Pilotventilen bei entzündbaren Medien zu beachten?

    Bei entzündlichen und brandfördernden Medien oder entsprechender Umgebung kann die Verwendung eines nach ATEX zugelassenen Typs notwendig sein. Bitte spezifizieren Sie dies entsprechend in Ihrer Angebotsanfrage.

  • Hat das Pilotventil einen Einfluss auf die Verschlusszeit des Hauptventils?

    Grundsätzlich ist die Leistung des Pilotventils auf die Größe des zugehörigen Antriebs des Ventils hin abgestimmt. Dadurch sollte ein Absperrventil je nach Nennweite üblicherweise innerhalb weniger Sekunden schließen oder öffnen. Für besonders kurze Öffnungs- und Schließzeiten unter zwei Sekunden muss i.d.R. ein größeres Pilotventil mit höherer Leistung oder eine alternative Konfiguration für die Luftzufuhr gewählt werden. Bitte spezifizieren Sie dies bei Angebotsanfrage entsprechend.

  • Wird ein Pilotventil bei einem Regelventil benötigt?

    Ein Pilotventil entfällt bei Konfiguration eines pneumatischen Regelventils, da der verwendete Stellungsregler die pneumatische Steuerung für das Betriebsmedium mit übernimmt. 

  • Mit welchen Pilotventilen sind STÖHR-Ventile ausgestattet?

    Pilotventile sind durch STÖHR ARMATUREN von Lieferanten zugekaufte Bauteile, die auf pneumatischen Absperrventilen verbaut werden und Zufuhr bzw. Auslass des Betriebsmediums zum Antrieb steuern. Der Bezug erfolgt von am Markt bekannten Herstellern mit hoher Qualität. Die von STÖHR ARMATUREN in Standardausführung verbauten Produkte sind im Katalog oder unter Anbauteile aufgeführt und im Angebot ausgewiesen. Bei Anwendung entzündlicher Medien oder entsprechender Umgebung ist eine Verwendung ATEX-zugelassener Typen nötig.

    Sollten Sie aufgrund von werksspezifischen Normen andere Hersteller oder Typen als angeboten bevorzugen, lassen Sie uns dies bitte in ihrer Anfrage wissen, um eine werksseitig alternative Ausrüstung zu prüfen.

  • Welche Funktion haben Endlagenschalter?

    Endlagenschalter, auch Positionsschalter oder Grenztaster genannt, sind Sensoren, die erkennen, wenn ein bewegter Gegenstand, wie z.B. eine Ventilspindel, eine bestimmte Position erreicht hat. Endlagenschalter sind nach EN 50041 genormt. Sie werden bei pneumatisch angetriebenen Ventilen verwendet, um die „Offen-„ bzw. „Geschlossen“-Stellung des Ventils anhand der Bewegung des Ventilschafts mechanisch oder induktiv zu messen und durch ein elektrisches Signal rück zu melden.

  • Mit welchen Endlagenschaltern sind STÖHR-Ventile ausgestattet?

    Der Bezug von Endlagenschaltern erfolgt von am Markt bekannten Herstellern mit hoher Qualität. Die von STÖHR ARAMTUREN in Standardausführung verbauten Produkte sind im Katalog oder auf dieser Homepage unter Anbauteile aufgeführt und im Angebot detailliert ausgewiesen. Pro Ventil werden jeweils zwei Schalter installiert, einer für die Messung der Offen-Stellung und ein anderer für die Messung der Geschlossen-Stellung. Bei Anwendung entzündlicher Medien ist eine Verwendung ATEX-zugelassener Typen nötig. Sollten Sie aufgrund von werksspezifischen Normen andere Hersteller oder Typen von Endlagenschaltern bevorzugen, lassen Sie uns dies bitte in ihrer Anfrage wissen, um eine werksseitig alternative Ausrüstung zu prüfen.

  • Werden Endlagenschalter bei einem Regelventil benötigt?

    Bei Regelventilen, die mit einem Stellungsregler (IP-Regler) ausgestattet sind, wird die Messung der Ventilstellung durch das Gerät selbst vorgenommen, d.h. einschließlich der vollen Öffnung bzw. Schließung des Ventils. Dennoch wird oft aus Sicherheitsgründen eine parallele Messung dieser Zustände durch zusätzliche Endlagenschalter mit separater Statusrückmeldung verwendet.

  • Wozu dient ein Stellungsregler?

    Ein Stellungsregler oder auch IP-Regler wandelt ein elektrisches Eingangssignal (4 – 20 mA, 0 – 10 V) in ein entsprechendes Ausgangssignal um, das die Soll-Positionbestimmt. Damit werden in die Geräteeinheit integrierte Pilotventile entsprechend gesteuert, die den pneumatischen Antrieb so steuern, dass letztlich die Ventilspindel auf die Soll-Position gestellt wird. Kennzeichnend für einen Stellungsregler ist die Stellungsrückmeldung, die dazu dient, die Ist-Position zu bestimmen und eine mögliche Differenz nach zu regeln.

  • Mit welchen Funktionen ist ein Stellungsregler ausgestattet?

    Ein Stellungsregler ist ein programmierbares Steuergerät mit eigener (elektronischer) Intelligenz, das je nach Ausführung mehrfache Funktionen ausführen kann, unter anderem: 

    • Am Gerät programmierbare Steuerung des Ventils bzw. Umsetzung von Steuerbefehlen einer Leitwarte zur Ventilsteuerung
    • Zufuhr oder Auslass des Betriebsmediums (Luft, Stickstoffgas) vom/an den nachfolgenden Antrieb zur Umsetzung des Steuerungssignals
    • Mechanische oder induktive Messung der initiierten Ventilsteuerung anhand der Veränderung des Ventilschaftes durch die ausgeführte Auf- oder Abwärtsbewegung
    • Messung des erreichten Status (d.h. Offen, Geschlossen oder eine beliebige Zwischenstellung)
    • Aufzeichnung der durchgeführten Stellaktionen in einem Speicher
    • Übermittlung der Speicherinhalte zur Auswertung mittels standardisierter Übertragungsprotokolle

    Eine detaillierte Beschreibung der Funktionen und Leistungsparameter, der elektrischen Spezifikation des verwendeten Geräts und der zu verwendenden Übertragungsprotokolle finden Sie im Hersteller-Datenblatt, das zusammen mit den übrigen Zertifikaten des Ventils ausgeliefert werden.

  • Können Stellungsregler auch in ein Netzwerk elektronisch eingebunden werden?

    Die Anbindung in ein Regelnetzwerk erfolgt über das durch den Stellungsregler unterstützte Protokollformat für die Datenübertragung. Zumeist werden mehrere Protokollformate pro Gerätetyp und Hersteller angeboten. Bitte teilen Sie uns detailliert die je nach Anwendung geforderten unterschiedlichen Spezifikationen des Stellungsreglers bei Angebotsanfrage mit.

  • Mit welchen Stellungsreglern sind STÖHR-Ventile standardmäßig ausgestattet?

    Der Bezug von Stellungsreglern erfolgt von am Markt bekannten Herstellern von hoher Qualität. Die von STÖHR in Standardausführung verbauten Produkte sind im Katalog oder unter Anbauteile aufgeführt und im Angebot detailliert ausgewiesen. Bei Anwendung entzündlicher Medien ist eine Verwendung ATEX-zugelassener Typen nötig.

    Sollten Sie aufgrund von werksspezifischen Normen oder vorgegebenen Übertragungsprotokollen andere Hersteller oder Typen bevorzugen, lassen Sie uns dies bitte in ihrer Anfrage wissen, um eine alternative Ausrüstung zu prüfen.

  • Kann bei Einsatz eines Stellungsreglers auf Endlagenschalter verzichtet werden?

    Bei Regelventilen, die mit einem Stellungsregler (IP-Regler) ausgestattet sind, wird i.d.R. die Funktion der Messung von voller Öffnung bzw. der geschlossenen Stellung des Ventils durch das Gerät mit übernommen. Dennoch wird aus Sicherheitsgründen oft eine parallele Messung durch zusätzliche Endlagenschalter mit separater Statusrückmeldung verwendet.

Antrieb

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  • Wodurch zeichnet sich der Faltenbalgantrieb aus?

    STÖHR ARMATUREN hat speziell für Anwendungen mit Strahlung einen Faltenbalg-angetriebenen pneumatischen Antrieb entwickelt.
    Mit dieser Entwicklung werde Schäden an Kunststoffteilen vermieden und ein wartungsfreier Betrieb ohne Gasemissionen nach außen gewährleistet.

    Hervorzuhebende Eigenschaften:

    • strahlungsresistent
    • wartungsfrei
    • emissionsfrei bzgl. Ausgasungen
  • Welche Antriebsarten sind in Kombination mit STÖHR Ventilen möglich?

    STÖHR-Ventile können je nach Ventilserie mit einem manuellen Antrieb (Handrad), mit einem pneumatischem Kolbenantrieb, einem pneumatischem Membranantrieb, einem elektrischem Antrieb, einem Hydraulikantrieb oder einem Magnetantrieb ausgestattet sein. Verfügbare Kombinationen mit der Ventilserie sind dem Katalog zu entnehmen.

    Je nach Anforderung der Anwendung, kann eine Handnotbetätigung an automatisierten Antrieben nötig sein, um im Störfall (z.B. durch Stromausfall oder Druckverlust der pneumatischen Leitung) das Ventil auch manuell schließen zu können. STÖHR ARAMTUREN bietet Handnotbetätigung als Option für viele Antriebstypen an. Bitte spezifizieren Sie dies in Ihrer Angebotsanfrage.

  • Mit welchen pneumatischen Antrieben werden STÖHR Ventile ausgestattet?

    STÖHR ARMATUREN verwendet für Absperrventile entweder einen eigenen pneumatischen Kolbenantrieb oder bezieht in Abhängigkeit von den Einsatzparametern Kolben- oder Membranantriebe von namhaften Herstellern. Der verwendete Standard-Betriebsdruck ist 6 bar.

  • Warum bietet STÖHR ARMATUREN auch eigene pneumatische Antriebe an?

    Die Antriebe von STÖHR ARMATUREN ermöglichen eine kundenspezifische Anpassung der Kolbenantriebe an besondere Einsatzbedingungen, wie z.B. andere Betriebsdrücke für den Antrieb als den Marktstandard von 6 bar, die Herstellung aus Edelstahl zur Aufstellung in maritimer Umgebung, die Verwendung strahlungsresistenter Materialien, bei Ausschluss von Buntmetallen oder bei Forderung nach einer Vakuumdichtheit nach außen.

  • Mit welchen elektrischen Antrieben werden STÖHR-Ventile ausgestattet?

    STÖHR ARMATUREN kann elektrische Antriebe bei Absperr- oder Regelventilen anbauen. Diese Anbauteile werden in Abhängigkeit von den benötigten Kräften sowie Öffnungs- und Schließzeiten ausgewählt und von namhaften Herstellern bezogen. Bitte geben Sie bei Anfrage oder Bestellung die benötigten elektrischen Leistungsparameter (Gleich- oder Wechselstrom, Spannung etc.) an.

    Neben Antrieben mittels Elektromotoren können Ventile von STÖHR ARMATUREN auch mit magnetisch betätigten Antrieben namhafter Hersteller ausgestattet werden.

  • Welche pneumatischen Antriebe werden bei STÖHR für Regelventile verwendet?

    Für Regelventile werden Membranantriebe von namhaften Herstellern verwendet. Die von STÖHR in Standardausführung verbauten Produkte sind im Katalog oder unter Anbauteile aufgeführt und im Angebot detailliert ausgewiesen. Bei Anwendung entzündlicher Medien ist eine Verwendung ATEX-zugelassener Typen nötig.

    Sollten Sie aufgrund von werksspezifischen Normen oder vorgegebenen Übertragungsprotokollen andere Hersteller oder Typen bevorzugen, lassen Sie uns dies bitte in ihrer Anfrage wissen, um eine alternative Ausrüstung zu prüfen.

  • Mit welchem Betriebsmedium werden pneumatische Antriebe betrieben?

    Als Betriebsmedium wird in der Regel Druckluft verwendet, auch Stickstoff- oder Eigen-Gas ist möglich. Die Standard-Druckversorgung an den Antrieb erfolgt mit max. 6 bar. Sollten aufgrund von werksspezifischen Normen andere Werte benötigt werden, lassen Sie uns dies bitte in ihrer Angebotsanfrage wissen, um eine alternative Ausrüstung zu prüfen.

Ventilkegel

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  • Was versteht man unter einem Absperrkegel?

    Ein Absperrkegel dient ausschließlich zum dichten Schließen eines Absperrventils, indem er plan auf dem Ventilsitz aufliegt. Der Absperrkegel kann weich dichten (z.B. mit Dichtungen aus PTFE, PCTFE, EPDM) oder hart über metallische Dichtungen (z.B. Kupfer, Nickel, Edelstahl) abdichten. Je nach Materialart liegt die Leckage-Rate im Ventilsitz bei Weichdichtungen bei 1*10E-6 mbar*l/sec, bei metallischen Dichtungen bei 1*10E-3 mbar*l/sec. Ein Absperrkegel soll definitionsgemäß nur die Stellungen „volle Öffnung“ oder „Geschlossen“ einnehmen. Aus einer teilgeöffneten Zwischenstellung erfolgt ein ungeregelter Medienstrom.

  • Was versteht man unter einem Drosselkegel?

    Ein Drosselkegel wird vorwiegend bei Hochdruckanwendungen eingesetzt und soll unmittelbar nach Öffnen des Absperrventils eine Drosselung des Medienstroms während der ersten Stufen der Öffnung erreichen, um eine zu starke Belastung der Rohrleitung oder nachfolgender Armaturen durch das durchströmende Medium zu mindern.

  • Welcher Kegel wird zur Regelung des Medienstroms benötigt?

    Ein Regelkegel dient zur exakten Regelung des Medienstroms, indem er den Mediendurchlass durch den Ventilsitz begrenzt; eine Druckregelung findet nicht statt. Bei der Kegelauslegung steht die Medienregelung nach dem Öffnen bis zur vollständigen Öffnung im Vordergrund, weniger die Dichtheit im geschlossenen Zustand. Deshalb kann es sich empfehlen, einem Regelventil unter Umständen ein Absperrventil vorzuschalten. Die Auslegung der Regelkegel von STÖHR ARMATUREN ist im Standard gleichprozentig, kann aber auch linear oder kundenspezifisch berechnet werden.

  • Was versteht man unter einem Schlitzkegel?

    Ein Schlitzkegel ist eine Sonderform eines Regelkegels. Dieser kann bei sehr geringem Druck und Medienstrom zum Einsatz kommen. Er soll nur einen minimalen Gasdurchfluss ermöglichen. Hierzu wird ein nur wenige mikrometer (μm) breiter Spalt zugelassen, durch den die Gasatome dringen. Eine mögliche Anwendung für den Schlitzkegel ist die Heliumverflüssigung nach Joule-Thomson.

  • Was ist bei der Spezifikation eines Regelkegels zu beachten?

    Die geometrische Form des Regelkegels bestimmt die Durchflusskennlinie des Ventils. Diese ist bei Regelventilen von STÖHR ARMATUREN im Standard gleichprozentig, kann aber auch linear oder kundenspezifisch ausgelegt werden. Dies geschieht durch Anbringen eines Ventilkegels mit einem geeigneten Profil. Neben der Durchflusskennlinie bestimmt auch das Durchflussverhältnis die Regelcharakteristik des Ventils. Das sogenannte Stellverhältnis beschreibt das Verhältnis zwischen minimal und maximal erreichbarem Durchfluss. Das Stellverhältnis beträgt bei einfacher Regelung 1:30, bei genauerer Regelung 1:50 bis zu 1:100. Beispiel: Beim Verhältnis 1:100 sind 100 Stufen zwischen geschlossenem Zustand und voller Öffnung des Ventilkegels zur Einstellung möglich. Je größer der Hub des Ventiles ist (= Abstand zwischen Ventilsitz und vollständiger Öffnung in mm), desto genauer kann der Medienfluss geregelt werden.

  • Kann man den Ventilkegel austauschen?

    Sofern der Ventilkegel nicht an die Ventilspindel angeschweißt ist, sondern mittels eines Splints befestigt wird, kann der Ventilkegel problemlos ausgetauscht werden. Dies kann z.B. bei einem Absperrventil notwendig sein, wenn der Kegel beschädigt ist und deshalb nicht mehr dicht abschließt, oder z.B. bei einem Regelventil, um eine andere Regelcharakteristik anzuwenden.

  • Wie erfolgt der Wechsel des Ventilkegels?

    Zum Wechsel des Ventilkegels muss die Ventileinheit aus dem Ventilgehäuse gezogen werden. Hierzu wird die Rohrleitung zuvor drucklos gemacht und der Kegel auf die höchste Öffnungsstellung gefahren. Nach Lockerung der Antriebshalterung kann die Spindeleinheit senkrecht nach oben unter Vermeidung einer möglichen Beschädigung aus dem Ventilgehäuse gezogen werden. Hierzu ist baulich auf ausreichend freien Raum oberhalb des Ventils zu achten. Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Bedienungs- und Wartungsanleitung.

  • Was ist die Funktion einer Ventilspindel?

    Die Ventilspindel überträgt die Kräfte des Antriebs in das Ventil durch Auf- und Abwärts-Bewegung und bewegt somit den an der Spindel befestigten Ventilkegel. Die Ventilspindel ist standardmäßig aus Edelstahl gefertigt. Da ein Teil der Spindel aus dem Medienraum ragt, kann somit eine Wärmeübertragung von außen durch die Spindel in den Medienraum erfolgen.

  • Aus welchem Material besteht die Ventilspindel?

    Die Ventilspindel ist standardmäßig aus Edelstahl gefertigt. Andere mögliche Materialien sind mit Perlitt gefüllte Edelstahlrohre, glasfaserverstärkter Kunststoff oder auch Kohlefaser-basierte Kunststoffe.

Qualitätssicherung

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  • Welche Zertifikate und Zulassungen hat STÖHR ARMATUREN?

    STÖHR ARMATUREN besitzt alle für die Zielmärkte benötigten Zulassungen:

    • DIN EN ISO 9001
    • Druckgeräterichtlinie DGRL-Modul H
    • Schweißen gemäß Druckgeräterichtlinie
    • AD2000-HP0
    • Genehmigung zur Umstempelung für Materialien gemäß EN 10204-3.1
    • ATEX-Richtlinie zur Explosionsverhinderung
    • Marine-Richtlinien des Germanischen Lloyd
    • Richtlinien für nukleartechnische Anlagen gemäß KTA 1401 

    Kopien der Zertifikate können Sie herunterladen.
    Projektbezogene Einzelabnahmen nach anderen Regelwerken werden auf Kundenwunsch durchgeführt. 

  • Welche Dokumentation wird mit einem STÖHR-Ventil ausgeliefert?

    Zur Standarddokumentation zählen folgende Dokumente und Zeugnisse: 

    • Abnahme-Prüfzeugnis gemäß DIN EN 10204/3.1 / AD2000-A4 für alle drucktragenden Teile
    • Verzeichnis der Nachweise und Werksbescheinigungen
    • Qualitätsprüfzertifikat gemäß DIN 55350 Teil 18
    • Abnahmeprüfzeugnis gemäß EN 10204 3.1

    Um eine vollständige Anlagendokumentation zu gewährleisten muss die Standarddokumentation für jede einzelne Einheit mitbestellt werden.


    Eine erweiterte Dokumentation zu unseren Produkten erhalten Sie auf Wunsch mit folgenden Inhalten: 

    • Detaillierte Betriebs- und Wartungsanleitung mit Ersatzteilvorschlag
    • Produktbeschreibung
    • Sicherheitshinweise
    • Transport- und Lagervorschriften
    • Montageanleitung
    • Inbetriebnahme-Anleitung
    • Hilfe bei Störungen
    • Anleitung für Wartung und Instandsetzung
    • Ersatzteil-Vorschlag
    • Zeichnung mit Stückliste (Bauzustand „As-Is“)

    Die erweiterte Dokumentation („Betriebs- und Wartungsanleitung“) wird bezogen auf eine Ventilserie und eine Nennweite erstellt. Sofern Sie mehrere gleiche Ventile (Ventilserie mit gleicher Nennweite) beziehen, ist lediglich eine Ausführung notwendig.

  • Welche Prüfungen beinhaltet die Endabnahme gemäß dem Standard von STÖHR ARMATUREN?

    Produktionsbegleitende Qualitätsprüfungen und Endabnahmen werden im Rahmen eines definierten Qualitätsplans durchgeführt.
    Der Qualitätsplan von STÖHR ARMATUREN umfasst:

    • Sichttest mit vollständiger Prüfung der Schweißnähte
    • Funktionstest des Ventils und aller Komponenten
    • Hydraulischer Drucktest gemäß AD2000-A4 (DIN EN 12266-1)
    • Helium Leckage Test auf Dichtheit nach außen gemäß DIN EN 12266-1
    • Endabnahme vor Verpackung 
  • Welche Prüfungen und Abnahmen sind optional bestellbar?

    Folgende Prüfungen und Abnahmen sind auf Kundenwunsch erhältlich:

    • Kalttest im Flüssigstickstoffbad
    • Oberflächen-Rissprüfung mittels Farbeindringverfahren gemäß DIN EN ISO 3452-1
    • Röntgenprüfung gemäß DIN EN ISO 9712
    • Ultraschallprüfung gemäß AD2000 HP5/3
    • Reinraummontage und Reinraumprüfung bis Klasse 100 
    • PMI (Positive Material Identification)

    Weitere Prüfmethoden und Prüfdienstleistungen werden nach Kundenspezifikation durchgeführt oder in Zusammenarbeit mit qualifizierten Partnerfirmen („Benannte Stelle“).
    Die Endabnahme kann in Anwesenheit des Endkunden oder eines externen Prüfdienstleisters erfolgen.

Wartung und Reparatur

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  • Welche Wartungsarbeiten sind an einem Ventil von STÖHR ARMATUREN durchzuführen?

    Grundsätzlich sind STÖHR-Ventile wartungsarm. Eine vorbeugende Wartung durch Tausch von Komponenten wird nicht empfohlen, sondern erst dann, wenn ein Fehler am Ventil auftritt.

  • Welche Störungen können bei Ventilen von STÖHR ARMATUREN auftreten?

    Die folgenden Störungen können bei STÖHR-Ventilen auftreten:

    Störung Anzeichen Mögliche Gegenmaßnahme
    Leckage nach außen Medium entweicht unterhalb des Antriebs Wechsel des Dichtungssatzes
    Leckage im Sitz Undichtheit Wechsel des Ventilkegels
    Leckage nach außen Bruch des Faltenbalges infolge Überschreitung der maximalen Anzahl der Zyklen. Wechsel der Ventileinheit (ohne Antrieb)
    Filter verstopft Starker Druckabfall nach dem Filter Reinigen der Filterpatrone
  • Wie kann ein Schaden am Ventil beurteilt werden?

    Zur Beurteilung des möglichen Schadens senden Sie uns bitte geeignete Photos sowie die Daten der Gehäusegravur. Folgen bitte Sie dazu der Anleitung für eine Reparaturanfrage.

  • Wie wird eine Reparaturen am besten beauftragt?

    Wenn Sie eine Reparatur durch STÖHR ARMATUREN vornehmen lassen, folgen Sie bitte der Anleitung zur Versendung von Ventilen ans Werk.
    Bitte achten Sie darauf, stets eine Dekontaminationserklärung zusammen mit dem Ventil zu senden.

  • Wie wird ein Kryo-Filter gereinigt?

    Vor dem Öffnen der Medienleitung lesen Sie bitte die Bedienungsanleitung im Detail!

    Kryo-Filter können auf folgende Weise gereinigt werden:

    • Vergewissern Sie sich, dass sich die Rohrleitung in drucklosem Zustand befindet.
    • Lassen Sie den Filter je nach Mediumtemperatur auf Umgebungstemperatur erwärmen oder abkühlen.
    • Öffnen Sie die Schrauben des Gehäusedeckels  und entfernen Sie diesen.
    • Schrauben Sie anschließend die Filterpatrone heraus.
    • Prüfen Sie diese auf etwaige Beschädigung.
    • Reinigen Sie den Filter mit Wasser von Verunreinigungen
    • Blasen Sie den Filter anschließend mit Stickstoffgas bei niedrigem Druck durch und vermeiden Sie Beschädigungen des Filtergewebes
    • Setzen Sie den Filter anschließend in umgekehrter Reihenfolge wieder ein.
    • Achten Sie vor Druckbeaufschlagung der Rohrleitung auf das Anziehen der Schrauben des Gehäusedeckels mit dem auf der Zeichnung angegebenen Drehmoment.
  • Welche Wartungs- und Reparaturarbeiten können kundenseitig ausgeführt werden?

    Grundsätzlich können alle Wartungs- und Reparaturarbeiten durch Fachpersonal des Kunden eigenständig ausgeführt werden.
    Lesen Sie dazu die Betriebs- und Wartungsanleitung vor dem Zerlegen des Ventils oder Bauteils sorgfältig durch. Es werden keine Spezialwerkzeuge benötigt.

    Bei weiteren Fragen zu Wartungs- und Reparaturarbeiten wenden Sie sich gerne an qualitätssicherung(at)stoehr-valves.de

Material

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  • Welcher Stahl wird für STÖHR-Ventile verwendet?

    STÖHR ARMATUREN verwendet ausschließlich hochwertige Edelstähle der 304L- und 316L-Familie oder Spezialstähle wie z.B. Hastelloy oder Inconel aus Gießereien in Deutschland oder aus mitteleuropäischen Nachbarstaaten.
    Die Stahlsorten werden in Abhängigkeit von Medium, Medientemperatur und Druck auftragsspezifisch ausgewählt.

  • Welches Dichtungsmaterial wird für STÖHR-Ventile verwendet?

    STÖHR ARMATUREN verwendet PCTFE als Standardmaterial für Ventildichtungen im warmen wie auch im tiefkalten Temperaturbereich.
    In Abhängigkeit von Medium, Medientemperatur und Druckstufe kommen auch fallweise weitere elastische Dichtungsmaterialien wie PTFE, FPM, FKM, EPDM PU, Torlon® oder Vespel® zum Einsatz.

  • Wann werden Dichtungen aus Metall verwendet?

    Metallische Dichtungen finden Verwendung bei Sauerstoffeinsatz und hoher Druckstufe, zur Säurebeständigkeit oder bei hoher Medientemperatur über 100 °C. Diese Dichtungen können aus den Metallen Kupfer, Nickel, Edelstahl oder Stellit hergestellt sein.

    Abhängig von der Materialwahl, der Schließgeschwindigkeit oder des dabei entstehenden Anpressdrucks für den Metallkegel, kann eine Verstärkung des Ventilsitzes durch zusätzliche Panzerung nötig werden.

  • Welche Oberflächenfeinheit ist für STÖHR Ventile möglich?

    STÖHR ARMATUREN haben nach dem standardmäßigen Bearbeitungsverfahren eine Oberflächenrauheit von Ra <= 3,2 μm.
    Durch Schleifen oder Elektropolieren kann bei Bedarf eine höhere Oberflächenfeinheit erzielt werden.

    Oberflächen Ra
    Unbehandelt (standard) ≤ 3,2μm
    Geschliffen (optional) ≤ 0,8 ... 0,4 µm
    Elektropoliert (optional) ≤ 0,4µm
    Elektropoliert (optional) ≤ 0,25µm

Leistungsparameter

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  • Hat die Ventilspindel Einfluss auf den Wärmeeintrag?

    Sofern der damit verbundene Wärmeeintrag für die spezifische Anwendung als kritisch angesehen wird (z.B. bei Helium in subkritischem Zustand) kann zusammen mit anderen Maßnahmen zur Vermeidung von Wärmeeintrag (üblicherweise durch Vakuumisolierung von Rohrleitung und Armatur sowie Umwicklung mit Multi-Layer Isolationsfolie) auch die Ventilspindel besser wärmeisoliert werden. Hierzu stehen unterschiedliche konstruktive Lösungen zur Verfügung, z.B. die Füllung des Ventilrohrs mit Perlit-Pulver oder vergleichbaren niedrig wärmeleitenden Stoffen, oder die Verwendung von GFK- oder CFK-Materialien anstelle von Edelstahl. Bitte spezifizieren Sie Ihre Anforderungen an den Wärmeeintrag in ihrer Angebotsanfrage.

  • Was bedeutet der Kv-Wert eines Ventils?

    Der Kv-Wert wird auch als Durchflussfaktor oder als Durchflusskoeffizient bezeichnet. Er ist ein Maß für den erzielbaren Durchsatz einer Flüssigkeit oder eines Gases durch ein Ventil und dient zur Dimensionierung von Ventilen. Der Kv-Wert wird in der Einheit m³/h angegeben und ist als effektiver Querschnitt interpretierbar.

    Der Kv-Wert entspricht dem Wasserdurchfluss durch ein Ventil (angegeben in m³/h) unter Normbedingungen. Je nach Ventilgröße wird er auch in l/min angegeben. 

    Ein Kv-Wert gilt nur für den zugehörigen Hub (Öffnungsgrad) eines Ventils. Der Kv-Wert eines Ventils bei Nennhub (100 % Öffnungsgrad) wird als KVS-Wert bezeichnet. Anhand des KVS-Wertes kann bei einem Ventil der maximal mögliche Durchsatz ermittelt werden. 

    Der Cv-Wert ist die dem Kv-Wert vergleichbare Größe im amerikanischen Raum und wird in US gal/min angegeben. Es ist der Zahlenwert der Anzahl US gal/min unter Normbedingungen. Der Umrechnungsfaktor ist Cv = 1,16 * Kv bzw. Kv = 0,86 * Cv.

  • Was bedeutet Wärmeeintrag bei einem Ventil?

    Als Wärmeeintrag bezeichnet man die Wärmeübertragung zwischen einem Körper (z.B. Rohrleitung, Armatur) oder seiner Umgebung in das Medium. Dies erfolgt vor allem dann, wenn zwischen diesen Körpern oder der Umgebung und dem (flüssigen) Gas eine hohe Temperaturdifferenz besteht.
    Der Wärmetransport erfolgt durch:

    • Wärmeleitung. Die Wärme wird durch Stöße zwischen verschiedenen Teilchen übertragen. Die Teilchen selbst verbleiben an ihrer Stelle.
    • Wärmemitführung, auch Wärmeströmung oder Konvektion. Die Wärme wird durch die Bewegung von Materie (Gas oder Flüssigkeit) transportiert. Die Wärme wandert mit der Materie.
    • Wärmestrahlung, auch Temperaturstrahlung. Die Wärme wird durch Strahlung wie z.B. Infrarotstrahlung übertragen. Diese Art der Wärmeübertragung ist auch über große Entfernungen oder durch ein Vakuum möglich.

    Wird Wärme ins flüssige Gas übertragen, führt dies zu einer meist nicht erwünschten Erwärmung, in deren Zuge zunächst Gasblasen und dann ggf. eine starke Gasbildung entstehen. Dies ist insbesondere bei vielen Anwendungen vor allem von flüssigem Helium nicht erwünscht. Deshalb können eine Reihe von Gegenmaßnahmen ergriffen werden, um dies zu minimieren. Die häufigsten Maßnahmen sind die Vakuumisolierung von Rohrleitung und Armatur in Verbindung mit der Umwicklung des Ventilrohrs mit einer speziellen Isolationsfolie.

  • Worauf bezieht sich die Angabe der „Nennweite“ eines Ventils?

    Als Nennweite DN („diamètre nominal“) bezeichnet man den inneren Durchmesser eines Rohres bzw. einer Schlauchleitung oder die Größe bzw. das Anschlussmaß einer Armatur. Zusammen mit der Nenndruckstufe (PN) und der Werkstoffklasse werden durch die Angabe der Nennweite sämtliche Abmessungen einer Rohrleitung, z. B. Flanschabmessungen, festgelegt.

    Je nach Ventilserie bietet STÖHR ARMATUREN Ventile mit Nennweiten zwischen DN 4 und DN 300 an. Nähere Auskünfte über die angebotenen Kombinationen aus Nennweite und Nenndruck entnehmen Sie bitte den Produktdatenblättern.

    Es ist nur dann mit Sicherheit davon auszugehen, dass sich Rohre unterschiedlicher Herkunft kombinieren lassen, wenn die Angabe der Nennweite unter Hinweis auf die gleiche Norm geschieht. Abweichungen treten unter anderem auf, da der Außendurchmesser der genutzten Rohre in der Regel übereinstimmen muss, um die Rohre einwandfrei miteinander verbinden zu können. Wenn die Wandstärke mit steigender Druckstufe zunimmt, wird der freie Querschnitt reduziert.

    Nur bei sehr dickwandigem Rohr für sehr hohe Drücke wird der Außendurchmesser vergrößert. Die Angabe der Nennweite erfolgt nach EN ISO 6708 durch die Bezeichnung DN, gefolgt von einer ungefähr dem Innendurchmesser in Millimeter entsprechenden dimensionslosen Zahl. So bezeichnet beispielsweise DN 50 nach EN 10255 ein Rohr mit dem Außendurchmesser von 60,3 mm und einer Wanddicke von 3,65 mm (Innendurchmesser somit 53 mm).

    Nach ANSI wird die Nennweite in NPS (nominal pipe size) in Zoll angegeben. Ein Rohr von NPS 2 entspricht in etwa der Nennweite DN 50. In der Regel werden Armaturen einer bestimmten Nennweite bzw. Baugröße in der jeweils dazu passenden Anschlussgröße gefertigt. Um den Anschluss entsprechend der Einbausituation zu vereinfachen, bieten die Hersteller Armaturen gleicher Nennweite jedoch häufig auch in der nächstgrößeren Anschlussgröße an.

    Um einen geforderten Kv-Wert einer Armatur in einer Anlage zu erreichen, kann ggf. eine nächstgrößere Nennweite des Ventils verwendet werden, die dann einen höheren Kv-Wert bietet, und mit Anschlüssen gemäß der Rohrleitung ausgestattet werden.

    Bitte teilen Sie uns ihre Anforderungen detailliert in der Angebotsanfrage mit.

Sicherheitshinweise

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  • Welche Sicherheitshinweise sind bei Ventilauswahl und Ventilkauf zu beachten?

    Bei Ventilauswahl insbesondere bei Ventilkauf ist der beschriebene Sicherheitshinweis zu beachten.

  • Welche Risiken bestehen im Umgang mit tiefkalten Gasen?

    Die Hauptrisiken um Umgang mit tiefkalten Gasen sind:

    • Erstickungsgefahr
    • Erfrierungen
    • Explosionsgefahr durch unkontrollierten Druckanstieg beim Übergang in die gasförmigen Phase (Siedepunkt)
    • Entzündungsgefahr

Produktphilosophie

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  • Was haben die Produkte von STÖHR ARMATUREN gemeinsam?

    Folgende Schnittmenge zeichnen Wertigkeit und hohe Betriebssicherheit aller Ventile von STÖHR ARMATUREN aus:

    • Verarbeitung drucktragender Teile aus Vollmaterial
    • Gehäuse und Anschlüsse aus Edelstahl oder Spezialstahl
    • Hohe Dichtheit der ersten Spindelabdichtung nach außen mittels Faltenbalgabdichtung 
    • Zusätzlichen Sicherheit der zweiten Spindelabdichtung mittels O-Ring oder Metallring
    • Medienadäquate Verwendung von Materialien (Stähle, Dichtungen)
    • Erfüllung der geforderten Industriestandards gemäß europäischem Regelwerk
    • Hohe Betriebssicherheit
    • Geringer Maintenance- und Ersatzteilbedarf 
    • Sehr niedrige Ausfallraten
    • Lange Lebensdauer
    • Niedrige Lebenszykluskosten

    Zur ausführlichen Beschreibung

Vertriebsphilosophie

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  • Welche Vorteile habe ich als Kunde von STÖHR ARMATUREN?

    Folgende Vorteile folgen durch unsere Vertriebsphilosophie für unsere Kunden:

    • Hohe Kundenorientierung
    • Erarbeitung der exakten Definition der Anforderungen in Zusammenarbeit mit dem Kunden
    • Auftragsbezogene Fertigung der kundenindividuellen Produkte
    • Lieferung gemäß kundenindividueller Bestellung, keine Notwendigkeit zu nachträglichen Änderungen am Produkt vor Einbau beim Kunden
    • Schnelle Reaktion und unbürokratische Hilfe bei Störfällen
    • Langjährige Ersatzversorgung

    Zur ausführlichen Beschreibung

Best for Helium - damit nichts verloren geht. Wir bieten Lösungen für Anwendungen von Flüssig-Helium. Ventile von STÖHR ARMATUREN optimieren Aufwand und Kosten für einen effizienten Transport des Mediums zu und innerhalb ihrer Anlage.

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Im 24/7/52-Dauerbetrieb sind Ventile von STÖHR ARMATUREN trotz erprobtem Design, der Verwendung der besten Materialien und sorgfältiger Verarbeitung nicht vor Verschleiss gefeit. Sollte es dazu kommen, bieten wir hierfür Unterstützung:

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Messen, Kongresse, Fachveranstaltungen: Wir suchen gerne die Möglichkeit, informative Gespräche mit Ihnen zu führen, unsere Produkte zu zeigen und uns mit Ihnen auszutauschen.

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